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Jahresrückblick 2025: Ein Jahr zwischen Stürmen und Sternen

2025 hat nicht nach meinem Wunschtempo gefragt. Es hat meine Ausrichtung in eine ganz andere Richtung verschoben. Als Logbuch ist es ein Jahr mit geänderten Koordinaten, Kurswechseln und Momenten, in denen ich erst wieder klare Sicht haben musste, bevor ich ein Ziel erkennen konnte.

Erlaubnis statt Druck, Sinn statt falsche Anziehung – und etliche Puzzleteile, die endlich ein Gesamtbild ergeben. Dazu eine Entscheidung, die unser Leben neu ordnet, und Nirya, die unerwartet an Bord kam.
 |  Susanne Krüger  |  Schatzkiste
Leuchtende blaue Wellen mit Biolumineszenz vor dunklem Meer, darüber ein klarer Himmel voller Sterne und die Milchstraße.
  • Auf die Ohren

  • Jahresrückblick 2025: Ein Jahr zwischen Stürmen und Sternen
    Audio erstellt von Susanne Krüger mit Unterstützung von KI

Meine Herausforderungen und Highlights in 2025

2025 hat mir nichts geschenkt. Dafür hat es mir etwas beigebracht, das ich im Business vorher nur theoretisch kannte: Kurs ausrichten heißt manchmal, bewusst stehen zu bleiben.

  • 2025 wurde mein Jahr der Erlaubnis statt Druck
  • Pausen waren nicht Ausfall, sondern Navigation
  • Eine große Entscheidung setzt 2026 neue Koordinaten: Heimathafen Leer
  • Zielgruppe wurde von Methode zu Zugehörigkeit
  • Nirya kam an Bord und wird 2026 weiter prägen

Emotionaler Frontalcrash Ende 2024 – mit viel Wirkung in 2025

Adventskalender 2024: Es sollte der erste in einer Business-Partnerschaft werden. Bereits bei den Vorbereitungen hakt es – das hätte ich als gelbe Karte sehen können. Habe ich nicht – oder wollte nicht. Dafür lande ich mitten in der Adventszeit so richtig im Stress. Inhalte, die irgendwie erstellt werden mussten, ein richtiger Krach und – das war die Auswirkung auf 2025 – pulverisierte gemeinsame Vorhaben.

Was mich daran so trifft, sind nicht nur der Streit und zurückgezogene Zusagen. Es ist dieses innere Unbehagen, das ich ignoriert habe. Genau dort beginnt das Muster, das Vielseitige oft zu gut kennen. Wir lassen uns von Magneten (Menschen, Meinungen, Angeboten) anziehen, deren Energie nicht zu uns passt.

Wir sind sehr sensitiv gegenüber unsichtbaren Strömungen. Zugleich tappen wir gerne in die Falle des Mangels, indem wir andere bewundern, die (scheinbar) etwas haben/können/umsetzen, an das wir uns noch nicht herantrauen. Nicht gut genug sein – das ist oft unser Mantra, an dem wir uns reiben und verausgaben. Und irgendwann folgt – wie bei mir – eine Klatsche mitten ins Gesicht.

Die Klatsche hatte Folgen: Aus dem Stress entsteht eine Zwangspause, länger als geplant – und rückblickend die klügste Notbremsung meines Jahres. Darin erlaube ich mir nach längerem Ringen mit mir den Januar als Auszeit, dann die Zeit bis Ende März.

Message To Go
Trau deinem Gefühl und erlaube dir, auch mitten im Galopp abzusteigen. Machst du das bewusst, schmerzt die Landung auch – doch du kannst steuern, wann und wie du stolperst. Je geschmeidiger wir reagieren können, desto weniger Wunden gibt es zu lecken. Diese Geschmeidigkeit kommt durch die Erlaubnis, auch mal ungeplant ab…, äh, auszusteigen.

Wenn etwas in dir nicht mehr mitspielen mag bei dem, was du dir die ganze Zeit auferlegst, rebelliert es. Keine neue Weisheit – doch wohl eine, die wir einmal mit Wucht erfahren müssen, um wach zu werden.
Die Konsequenzen? Während ich wieder Kraft gewinne, fügt sich zusammen, was sich vorher vehement sperrte. 2025 wird zu dem Jahr, in dem Puzzleteile zum Gesamtbild wurden.

Ein gelber Crash-Test-Dummy mit schwarzen Markierungen steht unter hellen Lampen in einem Raum mit verschwommenem Technik-Hintergrund.
Einen Aufprall auf die Wirklichkeit kann man nicht üben – doch in vielen Fällen verhindern.

Die Pausen – lange, kurze und gecancelte

Im April 2025 wage ich mich aus dem Kokon. Ich komme zurück an Deck, weil der innere Antreiber wieder die Pfeife gezückt hat. Die im Januar verschobene No.2-Ausgabe meines Business-Online-Magazins Nautische Signale. Produktentwicklung. Social Media. Der gefühlt fünfzehnte Anlauf zum Podcast.

Klingt nach Muskelkater nach der Trainingspause? Oh ja. Heftigem sogar. Ich will zu schnell und zu viel. Es kommt etwas, mit dem ich nicht rechne.

Der Juni und Juli werden wieder zu Pausenmonaten – meine Kraft hat zum Losgehen gereicht, jedoch meine Kondition nicht bis auf den Berg. Und dort muss ich hoch, um mir eine Übersicht über mein Business zu verschaffen. Als ich merke, dass mich nicht der Berg erschöpft, sondern ein Weg mit falscher Richtung, bekommt das Bild vom Kompass plötzlich Gewicht.

In der Zeit lerne ich vor allem zwei Dinge: Mir Pausen zu erlauben und dass es wirklich keine gute Idee ist, diese zu canceln. Ab und an diskutiere ich darüber immer noch mit mir, während meine Wertschätzung für das bewusste Nichtstun wächst.

Message To Go
Prüfe regelmäßig deine Energiereserven – und verinnerliche das Verhalten deiner Batterien. Sinkt der Pegel langsam und gleichmäßig oder (wie bei mir) auf einmal ruckartig? Welche Tätigkeiten zehren besonders am Akku? Und welche scheinen aufzuladen?

Die von mir empirisch ermittelte These: Solange wir Angeboten und Personen folgen, die nicht auf unsere Energie, unsere Ausrichtung, unser Vorankommen einzahlen, fühlt sich unser Business wie Sturm oder Feststecken im Sumpf an. Manchmal temporär, manchmal beides zugleich.

Weiße Schaufensterpuppe mit eingestecktem Kabel am Hals, rotes Batteriesymbol im Kopf auf blau-grauem Hintergrund, zeigt Erschöpfung.
Gelernt: Die eigene Kraft immer wieder aufladen – nicht erst, wenn der Akku die rote Karte zeigt.

Ein Jahr Ringen. Die Entscheidung, die unser weiteres Leben auf den Kopf stellt

2018. Wir wollten raus aus der Stadt. Pauls Kate beendet unsere über zwanzig Jahre in Hamburg. Was als Suche nach einer Auszeitimmobilie begann, wurde zu einem Langzeitprojekt mit unerwarteten Lernerfahrungen. Sanierung historischer Reetdachkaten? Expertin bin ich wahrscheinlich immer noch nicht, sehr erfahren schon.

Das Lernen ging nahtlos weiter: Kaum eingezogen kommt die C-Krise. Zwei Standbeine weg. Von null auf …? Es ist die Zeit der persönlichen Veränderungen. Dann ein Tag, der alles infrage stellt. Ein Unfall mit Folgen. Solchen Folgen, die Pläne schreddern und Entscheidungen fordern, die alles Bisherige wie Kindergeburtstag aussehen lassen.

Im Frühjahr 2025 gestehen wir uns ein: Die Kate wird nicht das Zuhause für den Lebensabend, gesundheitliche Themen verlangen nach einem anderen Ort. Die Suche beginnt – auf der Ostseeseite, denn so nah an der Nordsee ist das Klima auf Dauer zu rau. Mitten in Schleswig-Holstein, in der Schlei-Region. Und weil in mir immer noch das Herz für die Niederlande schlägt (ich habe dort einen Teil meiner Studienzeit verbracht), fahren wir nach Ostfriesland. Lernen die Stadt Leer kennen – und sind zu unserem Erstaunen direkt zuhause.

Wir fokussieren die Suche auf die Region, fahren erneut hin – mit einer langen Liste von ausgewählten Objekten. Wir besichtigen uns tapfer durch Angebote, die nicht immer das sind, was außen (in der Anzeige oder im Exposé) dran steht.

Ein Jugendstilhaus zu besichtigen steht an – die Eigentümerin auf der Autobahn bei Vollsperrung. Unsere Planung fällt in sich zusammen. Wir lernen beim Hin- und Herfahren, dass Leer die Stadt der 10-Minuten-Entfernungen ist.

Fast wegen der Terminkollision vorschnell abgesagt: Das Haus am Deich, mit dem Rad keine 10 Minuten bis zur Altstadt, zu Fuß kaum mehr als 15. Wir lassen uns ein auf 30 Minuten Besichtigung, besser als gar nicht. Tja, danach ist es da, dieses Gefühl von „Das ist es!“. Neuer Heimathafen: Leer, Ostfriesland, irgendwann Frühjahr 2026.

Message To Go
I. Es darf Zeit brauchen, bis eine Entscheidung sich sicher anfühlt. Je mehr Emotion – und wie bei uns erhebliches finanzielles Investment – daran hängen, desto wichtiger ist es, dass das Nervensystem an Bord bleibt.

II. Vertrau deiner Intuition, gerade dann, wenn es sich besonders schräg anfühlt oder das Gefühl noch schwammig bleibt. Wir haben verlernt, diesem meist leisen Signal zu vertrauen. Es kommt einmal und donnert dabei nicht an die Tür. Es lohnt sich, bei ihm nachzufragen und ihm klarzumachen, dass wir gewillt sind, es anzuhören. Oft zeigt sich das Signal noch einmal oder macht klar, dass wir uns verhört haben.

Boote liegen am Kanal; dahinter alte Gebäude und eine Kirche mit Uhrturm. Der Himmel ist teils bewölkt, das Wasser ruhig. Stadt Leer in Ostfriesland
Der Leeraner Hafen mit Blick auf die Altstadt. Unser neuer Heimathafen.

Am Meer: Sandburgen, Hirsche, Drachen steigen lassen

Es gibt diesen außergewöhnlichen Campingplatz mitten in den dänischen Dünen nahe Blåvand. Erstmals haben wir einen Saisonplatz gebucht. Wohnwagen und Vorzelt aufbauen – und gut festzurren, bis Ende Oktober bleiben sie auf sich gestellt im höheren Norden.

Während ich mir in den Jahren zuvor 1001 Ausreden habe einfallen lassen, wieso es trotz Planung nicht möglich ist, dass ich mir die Auszeit gönne, läuft es im Spätsommer 2025 anders. Da alles aufgebaut und ausgerüstet ist, gibt es keinen Hinderer mehr. Laptop, Handy, ein bisschen Kleinkram. Einkaufen auf der Fahrt. 15 Minuten Räumen nach der Ankunft – durchatmen.

Jetzt zahlt sich aus, dass ich nur wenige Präsenztermine habe und es akzeptiere, dass fast alles auch aus dem Wohnwagen möglich ist. Ich bin draußen, laufe viel durch den Wald und am Strand entlang. Im Frühherbst erlebe ich lautstark die Brunft der Hirsche mit. Einmal entdecke ich einen ganz nah am Wohnwagen. Je leerer der Campingplatz wird, desto mehr zeigen sie sich.

Mit dem als Minicamper ausgebauten Vito bleibe ich über Stunden auf dem Autostrand. Ich ignoriere alle Blicke und baue Sandburgen. Werfe Boccia-Kugeln, laufe Kilometer hin und her. Sammle Strandgut. Komme mit anderen ins Gespräch. Mal kurz, mal intensiv, ohne Verpflichtung. Erlebe jeden Tag ein anderes Wetter, das immer neue Ansichten aus demselben Ort macht.

Message To Go
Einen Rückzugsort zu haben, der schnell und widerstandsfrei zu erreichen ist, ist Gold wert. Wer wie ich das Meer liebt, findet hier alles, vor allem sich selbst. Es ist für mich die Zeit, in der ich mich entscheide, mir zuhause unterschiedliche Räume für die verschiedenen Aufgaben zu schaffen.

Sandstrand mit verstreuten kleinen Muscheln und Treibholz, sanfte Wellen und blauer Himmel mit weißen Wolken darüber.
Strand, Wolken und Wind: Meine Auszeit-Lieblingsorte.

Lieblingsthema Zielgruppe

Als privat der Kurswechsel feststeht, zeigt sich auch beruflich etwas: Ich kann nicht länger so tun, als wäre ‚Zielgruppe definieren‘ eine rein methodische Aufgabe. Der Prozess wird zu einer Frage von Verbindung und Zugehörigkeit.

Stöhnst du bei ‚Zielgruppe definieren‘ gerade auch auf? Das ist meine Reaktion, wenn ich Avatar, Wünsche, “Wurm muss dem Fisch schmecken” und ähnliche Ausdrücke höre. Gefühlt zwanzigmal habe ich mich mit ihr beschäftigt. Mindestens zehn Methoden ausprobiert. – „Sie sind wie du, nur Schritte hinter dir“, höre ich. Kann sein, doch eine innere Stimme widerspricht. Sie will Augenhöhe, kein Blick vom höheren Standpunkt.

„Du musste sie führen.“ Ja, klar – doch was, wenn ich das Gefühl habe, nicht alles bei mir im Griff zu haben? Gerade, wenn ich führe? So ziemlich alles an Methoden und Sprüchen auf dem Markt ist Bullshit für uns Vielseitige. Für die Erkenntnis habe ich gerade einmal 4 Jahre und 5 Monate gebraucht.

Wie ich mit Erkenntnis erleuchtet wurde? Nichts Aufregendes, dennoch bahnbrechend: Ich habe mir erlaubt, meiner Intuition zu folgen. Und meinen metaphysischen Kenntnissen und den Menschen, die mir helfen anzunehmen, was ich längst weiß.

Es gibt gute und solide Gründe, wieso das bei mir solange brauchte. Inzwischen habe ich mit mir Frieden geschlossen, auch mit dem sehr anstrengenden Prozess. Und daraus Angebote entwickelt, die (möglicherweise auch dir) die Wegzeit erheblich verkürzen können.

Wissen allein verändert nichts. Es muss gefühlt (verkörpert) werden können, damit es Wirkung entfaltet. Hier gibt es keine Abkürzung, keinen Alternativweg. Musste ich in vielen kleinen Schritten lernen, war nicht immer toll.

Die Mission Zielgruppe erfüllt sich damit endlich: Es sind die Menschen, die wie ich außergewöhnlich vielseitig sind – oder eher wissenschaftlich beschrieben – neurodivers geprägt. In meiner Definition die Hochsensiblen, Hochsensitiven, Hochbegabten und Hochkreativen. Die, die sich an jedem „üblichen“ System aufreiben und sich deswegen oft fragen, ob sie ein Fehler im System sind. Nein, bist du nicht – Anderssein ist (d)eine Gabe.

Zusätzlich treffe ich in diesem Jahr eine Entscheidung: Metaphysik wird in meinen persönlichen Begleitungen und Beratungen zum Kann. Wenn es passt, wenn mein Gegenüber dafür offen ist, kann es Bestandteil werden.

Message To Go
I. Such dir deinen eigenen Weg. Erlaube dir, Abzweigungen zu erkunden – und umzukehren, wenn es nicht die Wahl war, die dich voranbringt. Ausprobieren gehört zum Leben – so lernen wir vom ersten Moment an.

II. Die Metaphysik kann zur Falle werden – auf zwei Weisen:
a) Du bleibst an der Oberfläche und folgst dann etwas, was dir nicht entspricht. Als Beispiel Instagram als mein perfekter Marketingkanal nach Sternzeichen. Die Realität: Diverse Anläufe – doch es zehrt mich aus, ich habe keine Freude daran. Liegt die Metaphysik falsch? Nein – denn schon eine Ebene tiefer zeigt sich, wieso Instagram für mich möglich, jedoch kräftezehrend ist. (Dazu gibt’s bald noch einen eigenen Beitrag.)
b) Du nutzt Informationen als „so ist das bei mir“ oder „ich habe keine Wahl“, selbst wenn du tief genug eingetaucht bist, um mehr als die Oberfläche zu sehen. Denn das ist Unfug: Du hast immer die Wahl – die Informationen geben dir mögliche Richtung, jedoch keinen Zwangskurs vor.

Dicht arrangierte bunte Miniaturfiguren aus Menschen, jede in leuchtenden Farben bemalt, zeigen Vielfalt und Gemeinschaft. Symbol für das Thema Zielgruppe.
Gelebte Vielfalt und Gemeinschaft – jenseits von Methoden und Marketingdenken.

Nirya – Astronautin mit der Lizenz zum Andersdenken

Sie ist meine Überraschung des Jahres. Sie entsteht in der ersten Pausenzeit und muss um ihre Bühne ganz schön kämpfen. Eigentlich ist die historische Seefahrt unter Segeln meine Welt. Und irgendwie auch das Universum im Zusammenhang mit der Metaphysik. Und nun noch eine Astronautin?

Rückblickend ist sie die Essenz aus vielen anderen Erfahrungen und Entscheidungen. Die Reise zum Selbst als Rubrik auf Webseite und in der Magazinwelt der Nautischen Signale. Dazu gehört der Wunsch, thematisch auch tiefer einzutauchen, ohne mit oft unverständlichen Planetenkonstellationen um mich werfen zu müssen.

2011 entsprang meiner Phantasie schon einmal eine Figur – Schaf Paul, entspannter Globetrotter und Marketingchef meines damaligen Reisebüros. Lange Geschichte, daher der Sprung ins Heute: Er wurde 2024 zum Feelgood Manager, hat seine eigene Kolumne auf der Webseite und im Magazin – und fühlt sich damit richtig wohl.

Im April erscheint CoRE – ein neues Magazinformat. Deutlich ausgerichtet auf metaphysische Aspekte, die Energie die Zeit. Mit Nirya als zentrale Figur, einer Astronautin mit der Lizenz zum Andersdenken, die Solopreneurin ist wie wir. In der Schreibphase jede Menge Zweifel, ob die Idee ankommt. Und sie kommt an – wie ich ein E-Book und einen Adventskalender später weiß. Sie bewegt, sie öffnet innere Türen, sie verändert ohne zu fordern. Sie bekommt Fanpost – und ich von einem Fan ein Einhorn.

Astronautin Nirya sitzt in ihrem Raumschiff, zieht ein Banner mit Planet und Sternen: "Anderssein ist eine Gabe“.
Nirya – Astronautin mit der Lizenz zum Andersdenken. Meine Überraschung in 2025 – und eine zentrale Figur auch in 2026.

Was das mit der Geschichte zu tun hat? Wenn du Nirya noch nicht kennst: CoRE No.1 kannst du direkt hier lesen. Oder die Magazinwelt abonnieren (kostenfreie Ausgaben & Updates).


Weitere schöne und besondere Momente in 2025


Über einer Fläche aus ineinandergreifenden weißen Puzzleteilen schwebt ein einzelnes, rotes Puzzleteil
Alle Puzzleteile finden ihren Platz.

Jahresrückblick 2025 als neurodivergente Soloselbstständige: Was sich wirklich verändert hat

Worauf bin ich 2025 stolz?

Bisher eher eine Horrorfrage, bei der diese Stimme anspringt, die aus dem Stand eine lange Liste parat hat, was alles nicht optimal war, unfertig ist und sowieso nicht gut.

Dieses Jahr, heute, am letzten Tag des Jahres? Ich kann mir selbst auf die Schulter klopfen für das, was ich erkannt, erlebt, umgesetzt habe. Ich bin stolz darauf, dass die Bausteine jetzt zusammenpassen: kostenfreie Ressourcen wie die Magazine, ein E-Book und ein Adventskalender, der sogar im Weltall nach Spekulatius riechen durfte.
Wenn du dir das in Ruhe ansehen willst: Magazinwelt und Shop.

Dass das Thema Zielgruppe als Schreckgespenst ausgedient hat. Dass ich die Bedeutung von Auszeiten im Körper verstanden habe und besser darin werde, mir diese zu erlauben. Dass ich mit Notion, meinem “Second Brain”, trotz aller Kurswechsel Stabilität erzeugt habe. Dass wir die Entscheidung für den Ortswechsel getroffen haben und uns in das damit verbundene Abenteuer Immobilienverkauf gestürzt haben.

Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?

Der Gamechanger: Erlaubnis. Mir selbst Erlaubnis geben, etwas zu tun oder zu lassen. Mir Zeit zu nehmen fürs Hinhören bei der (zarten) inneren Stimme, die die wertvollsten Hinweise gibt: Unsere Intuition. Plus das Weben an der Länge des Geduldsfadens, damit dieser nicht bis zum Zerreißen gespannt wird.

Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?

Eine Eigenschaft prägt das Jahr: Mut.

  • Mut, mir zuzuhören.
  • Mut zu fühlen, wie mein Körper auf etwas reagiert.
  • Mut, allem Tschüss! zu sagen, das sich unpassend anfühlt.
  • Mut, die daraus entstehende noch stärkere Unsicherheit auszuhalten.
  • Mut anzunehmen, was auftaucht und es wie ein unbekanntes Gericht (vorsichtig) auszuprobieren.

Erste Male – oder endlich wieder gemacht

Mit dem Lösen aus der Erstarrung erobere ich mir die Welt neu. Nach Jahren des Vermeidens fahre ich selbst wieder Auto. Diese Freiheit ermöglicht die Auszeiten am Meer – ein Geschenk an mich selbst. Im November kommt Zuwachs: ein metallicblauer Ford StreetKa, gut 21 Jahre jung. Von 2004 bis 2007 war das Modell schon einmal meins, doch ich musste es nach Leasingende abgeben. Über 18 Jahre unerfüllte Liebe finden ihr Happy End. Ob er im Frühling seine ersten „oben ohne“-Ausfahrten bereits in unserer neuen Heimat machen wird?

Ein metallicblauer StreetKa Cabrio steht auf einem Kiesweg vor grünen Wiesen unter teils bewölktem Himmel.
Nach über 18 Jahren sind wir künftig wieder gemeinsam unterwegs.
(Bild vom Modell erstellt mit KI-Unterstützung)

Welche wichtigen Lektionen hat mir 2025 mitgegeben?

Dass meine Definition von etwas zählt. Ich kann mir anhören, andere fragen, abwägen, diskutieren – doch für eine Entscheidung darf nur zählen, was ich als sicher in mir empfinde.

Nervensystem ruhig halten könnte mein “Wort des Jahres 2025” werden. Vermutlich war es zum Jahresbeginn so überreizt, dass es die Notbremse zog. Gut, dass es das kann, weniger gut für eigen Vorhaben. Klare Lehre für mich: Wir brauchen einen Umgang auf Augenhöhe miteinander, dann klappt es mit der inneren Partnerschaft.

Was lief 2025 nicht so toll?

Eine Enttäuschung über eine Person, mit der es – trotz des eingangs erwähnten Reinfalls – eine neue Business-Partnerschaft geben sollte. Ressourcen bündeln, Dinge bewegen, die jeder von uns nur sehr mühsam hätte erreichen können.

Tja, auch hier ignorierte ich Warnzeichen wie immer wieder neue Ideen auf der anderen Seite, die Lieferung meines Anteils, keine Reaktion und dann eher mit einer neuen Idee statt Fokus. Das Üble: Diese Person predigt Konsequenz, verlangt das Dranbleiben von ihren Kunden.

Dann ein Projekt, in dem ich als Dienstleister eingebunden wurde. Nach Wochen von Funkstille Abbruch mittendrin. Wie erbeten Rechnung zugesandt – und seitdem Stillschweigen. Recherche. Ich habe noch Glück: Mein offener Betrag schmerzt, doch er ist einmal gegenüber dem, was andere nicht erhalten.

Message To Go
I. Nochmals: Folge deinem Herzen, deiner Intuition. Nimm ein Ziehen im Körper ernst – wahrscheinlich ist etwas anders, als es scheint. Zieh frühzeitig Konsequenzen, besonders dann, wenn Gespräche nichts bewirken oder gar nicht erst stattfinden.

II. Plädoyer für Vertrauen: Es gibt die Menschen, die wirklich passen, die wirklich mit dir etwas bewegen wollen. Das sind die, die Vertrauen schenken und halten. Ich werde weiter Ausschau halten, trotz der bisherigen Erfahrungen.

Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?

Einmal für eine Erkenntnis, die mich ans Bergsteigen erinnert: Der Aufstieg ist bewältigt, der nächste Abschnitt verläuft sanft gewellt. Die Anstrengung verfliegt beim Staunen über den Ausblick und der Muskelkater der Etappen vorher ist vergessen. Faszinierend, wie Belohnung Anstrengungen klein erscheinen lässt und Kraft zurückgibt.

Dankbar bin ich für das geschaffene Fundament, auf dem ich nicht nur vom Kopf her stabil stehe, sondern vor allem körperlich. Die Sturmfahrt überstanden zu haben, mit der ich in 2025 gespült wurde. Für die jetzt klare Route unter dem weiten Sternenhimmel und die Weiterfahrt mit milder Brise, die voranbringt, ohne zu stressen.

Und dafür, dass ich meinen 2-Minuten-vor-Zwölf-Wecker gehört habe und die Rückzugszeiten zum Erholen gereicht haben.

Blick durch ein rundes Periskop mit Zielfadenkreuz, Zahlenmarkierungen, unten Skala auf 210, Meer und Berge am Horizont.
Den Kurs im Blick.

Mein Ausblick auf 2026

Was will ich für mich tun

  • Mir zuhören
  • Mir immer wieder Erlaubnis geben
  • Noch mehr falsche Magnete abstreifen
  • Weiter meinen Weg gehen
  • Ein Buch schreiben (Nirya besteht darauf!)
  • Notion mit KI zum noch smarteren Unterstützer machen

So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten

Das geht direkt und in dem Format, das dich im Moment voranbringt. Ohne neue Methoden, den neusten Hype, ohne erhobenen Zeigefinger.

  • 1:1 im Brainstorming, wenn etwas in deinem Kopf wie ein wildes Knäuel aus losen Fäden tobt
    👉 Knotenlöser: 30 Minuten für Klarheit
  • 1:1 im Deep Dive, der in die Tiefe und und die Breite gehen kann, damit das Dahinter sich zeigt
    👉 Zur Kurskorrektur
  • bei einer Business-Analyse, die Klarheit liefert, an welcher Stelle du in welchem Bereich stehst
    👉 Zur Standortbestimmung
  • 1:1 in der Umsetzungsunterstützung, die wie Leitplanken wirkt und dich nicht einengt
    👉 Auf Anfrage nach der Standortbestimmung

Meine 7 Ziele für 2026

  • Kontinuität in der Magazinwelt
  • Das Buch Anderssein ist eine Gabe schreiben
  • Pauls Kate in Hände geben, die sich in ihr richtig wohlfühlen
  • Den neuen Heimathafen beziehen
  • Mit der Standortbestimmung vielseitigen Soloselbstständigen fundamentale Orientierung geben
  • Mein Niederländisch wiederbeleben
  • Mein Motto für 2026: Mut ist das Zaubermittel, mit dem Träume Richtung bekommen.

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Porträt von Susanne Krüger vor einer Seekarte

Susanne Krüger

Ich zeichne Karten für Soloselbstständige, deren Kopf schnell und vernetzt denkt. Wenn Hochsensibilität, Hochbegabung oder Ideenflut dein Alltag sind, helfe ich dir, Kurs zu finden und deinem inneren Kompass zu folgen, damit du das Steuerrad wieder selbst in der Hand hältst.

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